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Man gab Dir eigentlich keine Chance. Schon kurz nach Deiner Geburt bist Du mit Deinem gesamten Wurf in einer spanischen Mülltonne gelandet. Da diese nicht geleert wurde, fanden Euch Passanten und informierten die Polizei - und diese - die örtlichen Tierschützer. Nur Du und ein Schwesterchen überlebten diese Tortur - da warst Du gerade einmal 14 Tage alt. 

 

 

Keine Chance? Nutze sie!

Die Tierschützer päppelten Dich mit der Flasche auf und stellten Fotos von Dir ins Internet. Dort entdeckte Dich Frauchen und orderte diesen "kleinbleibenden Mix". Wir hatten Glück. Deutsche Tierschützer waren gerade vor Ort und boten sich an, Dich gleich mit nach Deutschland zu nehmen. Die große Reise Deines Lebens. Um Dich in Empfang zu nehmen, fuhren wir Dir von Hamburg nach Leverkusen entgegen. Entwurmt und ausgerüstet mit einem europäischen Impfpass kamst Du, mit gerade mal 9 Wochen; in die Hanse-Stadt.

In unserem Auto die erste Überraschung für Dich - Pico, ein Pekinesen-Mix und ebenfalls ein spanischer Straßenhund begrüßte Dich schwanzwedelnd. Du, der seine eigene Familie vermutlich nie richtig kennen gelernt hat, hattest von diesem Tag an einen Freund und Gehilfen für Dein Leben in Deutschland an Deiner Seite:. . 

 
Da keiner so genau wusste, was Du eigentlich mal werden würdest, erfand Frauchen eben schnell eine neue "Rasse": Dotz! Und da Du mit Vorliebe herumliegende Socken hochinteressant fandest, wurde daraus ein - Socken-Dotz ;o)

Foto Sockendotz

Apropos... die Jungs in Spanien hatten dich ja eigentlich "Zak" genannt, aber hier gab es so tolle, flauschige Kuschel-Decken von denen Du Dich gar nicht trennen mochtest, also bist Du gleich mitsamt der Decke durch die Wohnung marschiert - ist ja auch bequemer so und der Junge aus der "Charlie Brown"-Show macht das ja auch - so wurde aus "Zak" eben "Linus" - und, mal so unter uns: das klingt ja auch besser!  
 
Später, nachdem Du erst in die Länge und danach (ein wenig) in die Höhe gewachsen bist (hey, Du hast schlicht Deine Beine vergessen!!!), wurde aus Dir "Sir Dotz" - unsere "Kartoffel-Nase". Was soll denn aus einem Dackel-Retriever-Mix auch anderes herauskommen als unser Sonnenschein?!

Foto Sockendotz

 
Das "Angebot" von Pico, das er sowieso unser aller Boss ist, hast Du auch sofort akzeptiert. Zwischen Euch Beiden gab es, in all den Jahren, nicht einmal so etwas wie Streit. Ein Herz und eine Seele - eben "Straßen-Kumpels", die durch Dick und Dünn gehen.
 
Der nächste Clou war "Großi" - Frauchens Mama. Die macht nämlich meeega-leckere Pfannkuchen und der Erste von Denen, der - komischerweise - nie etwas wurde, war  immer (!!!) für Euch! Eine, für Dich, unabwendbare Tatsache und die wurde auch sogleich dauerhaft in Deinen Synapsen verewigt. Das war doch die Welt, von der kleine Hundeherzen träumen. Für Dich wurde diese Welt Alltag. Aus der Mülltonne ins Schlaraffenland...  
 
Auf Grund der fehlenden Muttermilch hast Du auf "Leckerlies" aus dem "Fachhandel" immer mit Durchfall reagiert. Deine Art, uns klarzumachen: "Gebt mir bitte was Vernünftiges!". Haben wir auch so verstanden. Frauchen kocht Euer Futter selbst und die "Leckerlies" haben wir ganz weggelassen. Keine "Leckerlies" mehr??? Hier kam wieder "Großi" ins Spiel, die doch tatsächlich immer(!!!) eine Scheibe Schinken in der Tasche hatte. 
 
Das Du als Welpe in der Mülltonne gelernt hast, was Hunger bedeutet, hast Du nie vergessen! Täglich, ab ca. 11 Uhr, gabst Du Frauchen deutlich zu verstehen, das da schon wieder so ein Loch in der Magengegend war, das man schnellstens füllen müsse. Und wenn Frauchen nicht gleich reagierte, bist du schon mal in die Küche "vor gerannt" - natürlich nur, damit Frauchen den Weg dahin auch wirklich findet. Oder du hast Dich mit Kumpel Pico zusammen vor Frauchen platziert und dann habt ihr gemeinsam gezeigt, was für großartige Sänger in euch steckten. Die Nummer hat auch prima geklappt - Futter gab es immer pünktlich und vom Feinsten! Danach mit Herrchen auf die Couch und/oder sich von dem "anstrengenden" Futtern erholen. Das Leben ist toll! 

Foto Sockendotz