aktuelle News Im Laufe des Tages erreichte mich, über diverse Verteiler eine Mail von Dr. Gabi Weber, die ich, auf Grund ihrer Brisanz, hier vollständig wiedergeben möchte. Der Inhalt macht betroffen. Aber lesen Sie selbst...


Betreff: Berlin im Würgegriff der Israel-Lobby
Datum: Wed, 17 Dec 2014 00:58:28 +0100
Von: Dr. Gabi Weber
An: Verborgene_Empfaenger:

Liebe Leserinnen und Leser,
nachfolgend finden Sie verschiedene Beiträge über das, was sich in den letzten 48 Stunden in Berlin ereignet hat.

Leider konnte ich selbst bis jetzt nichts über den unglaublichen Skandal, der sich hier gerade abspielt schreiben, da mich zu allem Übel auch noch eine Magen-Darm-Grippe erwischt hat.
Alle Gefühle zu beschreiben, die ich seit Sonntag nachmittag durchlebt habe ist unmöglich.
Das Entsetzen, das mich ergriff, als mir Freunde berichteten, dass mein Photo und ein abscheulicher Artikel in der BamS wären, das noch viel größere Entsetzen als ich dieses schreckliche Blatt in der Hand hielt und alles schwarz auf weiß vor mir stand, kann ich nicht beschreiben.
Die Konsequenzen für meine Kinder, meine Arbeit und für mich persönlich kann ich noch gar nicht abschätzen.

Seit fünf Jahren versuchen pro-israelische Lobbygruppen die Arbeit von »Cafe Palestine zu zerstören. Bis jetzt haben sie es nicht geschafft - ab sofort wird es persönlich. Man versucht, meine private Existenz zu zerstören. Es wurde mir in den letzten Jahren immer klarer, dass diese Gefahr besteht und ich habe das Risiko in Kauf genommen und werde auch versuchen, weiter durchzuhalten.

Es geht hierbei nicht nur um die Einforderung von Menschenrechten sondern auch um die Einforderung unserer persönlichen demokratischen Rechte - wie z. B.  das Recht auf Meinungsfreiheit, das Recht, andere Meinungen - auch provokante - zu hören und zu diskutieren.

Das, was bei mir jedoch noch viel größeres Entsetzen auslöst als die Angst um meine eigenen Existenz, ist die Tatsache, welche menschlichen Abgründe dieser Skandal wieder einmal offen legt.

Dass sich ein Großteil unserer politischen "Elite" dem Druck der Lobbies, vor allem der Israel-Lobby, beugt und kein Rückgrat hat, wissen wir. Dass es allerdings in Deutschland tatsächlich möglich ist, dass eine Hetzkampagne einer Journaille, die auf Lügen basiert, dazu führt, dass erpresserischer Druck von seiten eines Ministeriums und des Berliner Senats ausgeübt wird, um einen demokratischen Prozess zu unterminieren, ist unfassbar.

Dass NIEMAND - weder die Konferenzleitung, noch das Ministerium, noch der Senat und natürlich am Wenigsten BamS und Focus, bevor Entscheidungen fallen, eine Stellungnahme von uns eingeholt hat, ist ebenso unbegreiflich. Man verleumdet, verurteilt, denunziert ohne dem "Beschuldigten" auch nur die Möglichkeit einer Richtigstellung zu geben.

Die Konferenzleitung war sehr bemüht, mir das Gefühl zu geben, dass diese Entscheidung gegen ihren Willen gefällt werden musste, um nicht die ganze Sache zu gefährden - aber sie wurde dennoch gefällt und somit einem völlig untragbaren Vorgehen von politischer Seite Recht gegeben.

Der gestern in der großen Diskussionsrunde mit allen Teilnehmerinnen geäußerte Wunsch von ca. 2/3 der Beteiligten, dass niemand ausgeschlossen werden dürfe, wurde einfach unter den Tisch gekehrt, um nur ja niemanden noch mehr zu verärgern. So viel zu "trilateralem Dialog" und "Demokratie" - welch eine Farce!

Als ich heute Abend (unter Einnahme von Vomex und Iberogast, um meine Krankheit in den Griff zu bekommen) bei der öffentlichen Veranstaltung war, wurde mir nahe gelegt, nicht mit der anwesenden Dame des Ministeriums zu sprechen, obwohl man mir am Vormittag zugesichert hatte, dass ein Gespräch zwischen Konferenzleitung, Vertreterin des Ministeriums und mir stattfinden sollte. Die Wogen hätten sich jetzt gerade geglättet, das Ministerium sei sehr sauer gewesen und erst jetzt sei ein Lächeln sei auf dem Gesicht der Ministerialdame erschienen. Dies wolle man nicht gefährden.







Da mir das Lächeln spätestens seit gestern vergangen ist, waren mir diese Wünsche dann doch egal. Ich begegnete der Ministeriums-Vertreterin zufällig, stellte mich vor und fragte, ob sie mit mir kurz in einen anderen Raum gehen würde, damit ich mit ihr sprechen könne. Sie war ziemlich fassungslos, hatte sicher nicht mit mir gerechnet und war auch nicht bereit, mit mir zu sprechen, oder eine Stellungnahme abzugeben. Dafür sei die Pressestelle zuständig. Ich bedankte mich und dachte bei mir - genug Feigheit für die letzten 48 Stunden!

Durch all dies setzt sich bei mir ein Gedanke immer fester: es passiert wieder.
Wir schauen zu, schauen weg, verurteilen, denunzieren, treiben zu Kriegen, führen Kriege und handeln vollkommen unethisch.
Das ist das Allertragischste an unserer deutschen Tragik.
Grüße von
Gabi Weber, nicht mehr in Berlin
------------------------------------------------------
Hier noch ein Kommentar, der auf die Facebook-Seite von Cafe Palestine geschrieben wurde, damit Sie wissen, was uns bevor steht:

"Noch wenige Tage, dann beginnt ein neues Jahr. Das Unrecht des Holocaust jährt sich dann zum siebzigsten mal. Doch der Ungeist des Judenhasses und der Unmenschlichkeit ist wieder neu erwacht - das "Cafe Palestine" ist der hässliche, lebende Beweis dafür. Hassreden und Propaganda wie in alter Unzeit. Ich schäme mich als Deutscher, dass diese verachtenswerten Lügen und der Hass der Täter von damals heute wieder möglich sind. Gemeinnützig? Nein, es ist eine Schande!"
Drei Artikel über Berlin im Würgegriff der Israel-Lobby
  • Martin Lejeune "Bundesministerium und Berliner Senat drohen Canaan Conference wegen israelkritischer Teilnehmerin " »http://www.martinlejeune.com/?p=1088
    Zu Martin Lejeune´s Artikel möchte ich Folgendes  im Vorfeld anmerken (neuer aktualisierter Stand)
  • Lejeune schreibt: "Als Frau Weber also in Freiburg ins Flugzeug stieg, wähnte sie sich noch als Konferenzteilnehmerin. Als sie in Berlin ankam, hatte die Leitung der Konferenz sie bereits zur Persona non grata erklärt"
    mein Kommentar: ich stieg in Basel ins Flugzeug. Ich wurde nicht zur "Persona non grata" durch die Konferenzleitung erklärt.
  • Lejeune zitiert mich falsch, was meine Aussage über die Begegnung mit der Ministeriumsdame betrifft - meine eigenen Worte finden Sie gleich unten in meinen Gedanken.
  • Die Spekulationen über den Grund für das Statement an die  Jüdische Allgemeine und ihre Absichten sind - Spekulationen von Martin Lejeune.
  • Lejeune schreibt: "Die Reden auf der Veranstaltung “Israelische Vertreibungspolitik im Jordantal” werden also in den Medien und in den antideutschen Propaganda-Videos gezielt falsch zitiert."
    Dies ist falsch. Die Veranstaltung über die Vertreibung der Palästinenser aus dem Jordantal ist bis jetzt nicht im Netz veröffentlicht - aus Zeitmangel.
  • Bis heute habe ich keine offizielle schriftliche "Ausladung" erhalten.
  • Martin Lejeune hat recht - wir werden rechtliche Schritte überprüfen.
  1. Gilad Atzmon "Truth in Berlin" »http://www.gilad.co.uk/writings/2014/12/16/truth-in-berlin
  2. Benjamin Weinthal in der Jerusalem Post »http://www.jpost.com/International/Berlin-senate-federal-ministry-in-hot-water-over-conference-384766
  3. Honestly Concerned "Berliner Senat, Bundesministerium wegen Konferenz in Schwierigkeiten | JPost"
    »http://honestlyconcerned.info/2014/12/17/berliner-senat-bundesministerium-wegen-konferenz-in-schwierigkeiten-jpost/
© »Dr. Gabi Weber, Freiburg